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Funktionsstörung des Kauorgans 

Wenn das harmonische Zusammenspiel von Zähnen, Kieferknochen, Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Nerven gestört ist, spricht man von einer Funktionsstörung des Kauorgans - kurz: CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion).

Das Kauorgan ist über Muskeln und Nerven mit der Wirbelsäule und so mit dem ganzen Körper verbunden. Liegt eine Funktionsstörung des Kauorgans vor, kann diese neben Beschwerden im Kopfbereich (z.B. Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Kiefer- u. Muskelschmerzen, Tinnitus, Gelenkgeräusche und Schluckbeschwerden) auch Auswirkungen auf den gesamten Körper haben (z.B. Fehlhaltungen, Beinlängendifferenzen, Verspannungen im Schulter-/Nacken-Bereich, Rückenschmerzen).

Die Vielschichtigkeit der Symptome erfordert ein abgestuftes Diagnoseverfahren, das Fehlfunktionen systematisch erfasst und bewertet.

Im Falle einer akuten  oder chronischen Symptomatik liefert eine durchgeführte Funktionsanalyse  genaue Hinweise auf die Ursache der Beschwerden. Darauf aufbauend kann die notwendige Therapie eingeleitet werden.

Dies bedeutet, dass neben der möglicherweise erforderlichen zahnärztlichen Korrektur der Bisslage oft auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Spezialisten aus Orthopädie, HNO, Psychosomatik und Physiotherapie notwendig ist.

In unserer Zahnarztpraxis  Berlin Tempelhof entwickeln wir primär ein ursachengerechtes, individuelles Therapiekonzept.

Kiefergelenksbeschwerden

Beschwerden an den Kiefergelenken sind selten auf eine einzelne Ursache zurückzuführen und zeigen zumeist auch unterschiedliche Symptome. Die häufigsten Beschwerden sind:

  • Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich
  • Kiefergelenkgeräusche (Knacken)
  • Knirschen und Pressen (siehe unten)
  • Über- oder Unterbeweglichkeit des Unterkiefers
  • Gelenkentzündung
  • Ohrgeräusche

Die Diagnostik umfasst in unserer Zahnarztpraxis  Berlin Tempelhof sowohl Untersuchungen des gesamten Kausystems als auch des Muskel- und Gelenksystems.

 



Knirschen und Pressen (Bruxismus)

Ein stark vernachlässigtes Phänomen unserer leistungsorientierten Zeit ist die Zunahme des Zähneknirschens. Bereits Kinder im Alter von 5 Jahren (!) zeigen in immer stärkeren Ausmaß Milchzahnschäden durch Zähneknirschen. Diese Tendenz steigt noch im Erwachsenenalter.

Dabei hat dieses Phänomen durchaus natürliche Ursprünge: das Zähneknirschen hatte in unserer Urzeit die Funktion der Warnung und Abwehr von Feinden. Heute dient das Zähnepressen und Zähneknirschen dem Stressabbau und findet hauptsächlich in der Nacht statt.

Leichte Formen führen lediglich zu einer verstärkten Abnutzung der Eckzähne, stärkere Ausprägungen zu einer Abnutzung aller Frontzähne und im Laufe der Zeit auch der Backenzähne.

Intensives Knirschen während der Nacht führt aber auch zu einer Überbeanspruchung der Kaumuskeln und des Kiefergelenkes, so dass in weiterer Folge irreparable Schäden am ganzen Kausystem auftreten können wie zum Beispiel ein Abschleifen der Zähne bis zum Zahnbeinkörper, chronische Kiefergelenksbeschwerden durch übermäßige Abnutzung des Kiefergelenks und schmerzhafte Muskelknoten in den Kaumuskeln.

WIE KANN ÜBERMÄSSIGES KNIRSCHEN FESTGESTELLT WERDEN:

  • Wenn Sie die Zähne vor dem Spiegel aneinander reiben (Oberkieferzähne zu den Unterkieferzähnen) passen die Reibeflächen aller Front-, Eck- und Vorbackenzähne exakt und ohne Spalt aufeinander.
  • Nach dem Aufwachen bzw. auch tagsüber schmerzen die Kaumuskeln und die erste Öffnung des Mundes beim morgendlichen Gähnen ist schmerzhaft und nur mit großer Kraftanstrengung möglich.
  • In der Früh schmerzen alle Zähne
  • der Partner wacht nächtlich wegen Ihres Zähneknirschens öfter auf.

MÖGLICHE FOLGEN DES ZÄHNEKNIRSCHENS SIND:

  • übermäßige Abnutzung der Zähne, chronische Zahnschmerzen, Absterben einzelner Zähne durch Überbeanspruchung, Lockerung einzelner Zähne
  • chronische Kopf-, Kiefergelenks- oder Nackenschmerzen
  • irreparable Schäden am Kiefergelenk (schmerzhaftes Kiefergelenks-"krachen")

BEHANDLUNG:

Eine ursächliche Behandlung ist praktisch nicht möglich, da die auslösenden Gründe (psychische Überbelastungen in Berufs- und/ oder Privatleben) nur selten geändert werden können. Damit das Knirschen jedoch keine medizinischen Auswirkungen auf Zähne und Kausystem hat empfehlen wir bei docdens®, Praxis für Zahnmedizin und Implantologie Berlin Tempelhof, das Tragen einer „Knirscherschiene“ während der Nacht.